DPJZ 3/2017

 

Inhaltsverzeichnis:

  • „Die elektronische Überwachung des Aufenthaltsortes als die Vollzugsform der Freiheitsstrafe, Strafmaßnahmen und Maßregeln der Sicherung im polnischen
    und deutschen Strafrecht“ von Piotr Góralski
  • „Hilfe für Schwangere mit Anonymitätswunsch und ihre Kinder Vertrauliche Geburt als Ausgleich zwischen den Rechten der Mutter und des Kindes“ von Karolina Drążkiewicz
  • „Rechtswirkungen des Verlöbnisses nach deutschem und polnischem Recht“ von Monika Pierzchlewicz
  • „Status prawny sędziego TK“ von Paweł Kuczma
  • „Wolność sumienia i religii w miejscu pracy a odmowa wykonywania obowiązków pracowniczych“ von Ewa Tuora-Schwierskott

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Streszczenia / Summaries

 

  1. Dr. Piotr Góralski

 

,,Die elektronische Überwachung des Aufenthaltsortes als die Vollzugsform der Freiheitsstrafe, Strafmaßnahmen und Maßregeln der Sicherung im polnischen und deutschen Strafrecht’’  Teil 1

 

Zusammenfassung:  Der erste Teil dieses Artikels wird den drei grundsätzlichen Problemen gewidmet. In erster Reihe werden die Entstehung, die Entwicklung und die gegenwärtigen Methoden der Anwendung der elektronischen Kontrolle des Aufenthaltsortes in europäischen Ländern und in den USA dargestellt. Im Folgenden werden Formen der Anwendung der „elektronischen Fußfessel“ in Deutschland beschrieben. Es wird sowohl auf die Strafrechtsvorschriften Rücksicht genommen, die im ganzen Gebiet der Bundesrepublik Deutschland gelten, als auch auf diejenigen, die in den einzelnen Bundesländern gültig sind, insbesondere Regelungen, welche in den Jahren 2000-2017 in Hessen und Bayern eingeführt wurden. Im Artikel wird auf Grundunterschiede zwischen deutschen und polnischen Regelungen hingewiesen, dabei auf Voraussetzungen und Ziele der Einführung jener Vorschriften.

Schlüsselwörter: elektronische Überwachung, elektronische Kontrolle des Aufenthaltsortes, „elektronische Fußfessel“, elektronischer Hausarrest, Maßregeln der Sicherung und Besserung

 

Summary: The first part of this article was devoted to three core issues. In the first part of the article, the emergence, development and contemporary uses of electronic monitoring of the place of residence in Europe and the US were presented. Next part concerns the uses of electronic handcuffs in Germany, subject to provisions of criminal law applicable in the whole territory of the Federal Republic of Germany and in particular states, in particular regulations introduced in 2000-2017 in Hesse and Bavaria. Moreover, the basic differences between German and Polish regulations were indicated, including premises and reasons for introduction of these regulations.

 

Key words: electronic supervision, electronic monitoring of the place of residence, electronic handcuffs, electronic home detention, preventive measures

 

Über den Autor: Dr. Piotr Góralski ist Adjunkt am Lehrstuhl für Materielles Strafrecht an der Fakultät für Rechts-, Verwaltungs-  und Wirtschaftswissenschaften der Universität Wrocław. Er befasst sich unter anderem mit der Problematik der Gründe der strafrechtlichen Haftung, der Grundsätze des Strafmaßes (insbesondere der Maßregeln der Sicherung ) und auch der rechtlichen Aspekte der euthanatischen Kriminalität. E-mail: piotr.goralski@uwr.edu.pl.

 

  1. Dr. Karolina Drążkiewicz

Hilfe für Schwangere mit Anonymitätswunsch und ihre Kinder

Vertrauliche Geburt als Ausgleich zwischen den Rechten der Mutter und des Kindes

 

Zusammenfassung: Die anonyme Kindesaussetzung ist kein Relikt aus dem Mittelalter, sondern findet auch heutzutage statt. In vielen Ländern wurden in den letzten Jahren sogar spezielle Einrichtungen zur anonymen Kindesabgabe eingeführt, welche die Identität der abgebenden Person zu schützen haben. Was die Zahl der sogenannten Babyklappen angeht, steht die Bundesrepublik Deutschland im internationalen Vergleich an der Spitze. Dabei gerät die Babyklappe aufgrund von Gesundheitsgefahren für Mutter und Kind vor dem Hintergrund der fehlenden medizinischen Versorgung bei der Geburt sowie der Verletzung des Rechts des Kindes auf Kenntnis der eigenen Abstammung hierzulande zunehmend in die Kritik. Als Alternativlösung, die eine Hilfe für Schwangere mit Anonymitätswunsch und ihre Kinder bieten soll, wurde 2014 in Deutschland das Modell der vertraulichen Geburt eingeführt. Damit soll ein Ausgleich zwischen den Rechten der Mutter und des Kindes möglich sein. Der vorliegende Beitrag setzt sich kritisch mit dem Verfahren zur vertraulichen Geburt auseinander.

 

Schlüsselwörter: anonyme Kindesaussetzung, Babyklappe, Recht des Kindes auf Kenntnis der eigenen Abstammung, vertrauliche Geburt

 

Summary: The anonymous child abandonment is not a relict from the Middle Ages, but still takes place nowadays. Recently, in numerous countries special facilities, which make a child abandonment easier and protect the identity of the abandoner, have even been put in place. Regarding the number of so-called baby hatches, Germany is at the top in the international comparison. However, the baby hatch is becoming more and more criticized, because of a risk for the mother and child resulting from a lack of medical care at the birth as well as of the infringement of the child’s right to know it´s genetic origin. As an alternative, which should provide help for pregnant women, who wish to remain anonymous by the birth, and their children, the confidential birth was introduced in Germany in 2014 .This model is supposed to make a balance between the rights of the mother and the child possible. The following paper deals critically with the process of the confidential birth.

 

Keywords: anonymous child abandonment, baby hatch, child’s right to know it´s genetic origin, confidential birth.

Über die Autorin: Die Autorin des Beitrags ist Juristin und hat zum Thema der anonymen Kindesabgabe im Hinblick auf das Recht des Kindes auf Kenntnis der eigenen Abstammung im Rahmen ihres Promotionsvorhabens geforscht. Ihr Buch  „Adoption von Kindern aus der Babyklappe und nach einer vertraulichen Geburt“ wurde mit dem IMGB Förderpreis 2016 ausgezeichnet. E-Mail: karodraz@gmx.de.

 

3. Monika Pierzchlewicz

Rechtswirkungen des Verlöbnisses nach deutschem und polnischem Recht

 

Zusammenfassung: Sowohl nach deutschem als auch nach polnischem Recht führt das Verlöbnis Rechtswirkungen herbei. Der deutsche Gesetzgeber hat dieses Rechtsinstitut genau gesetzlich geregelt, der polnische hingegen hat de lege lata darauf verzichtet. Der Grund dafür war die Behauptung, dass etwaige Streitigkeiten in Anlehnung an das Schuldrecht zu lösen seien. In diesem Artikel wird diese These bestritten und dargestellt, dass die polnische Rechtslage keinen ausreichenden Vermögensschutz für die Verlobten gewährleistet. Wenn die Verlobung besteht, sind die Rechtsfolgen für Verlobte nach deutschem Recht zweifellos in verschiedenen Rechtsgebieten umfangreicher. Der polnische Gesetzgeber hat dagegen auf Privilegien für Verlobte verzichtet. Darüber hinaus, wenn das Verlöbnis beendet wird, sind die Verlobten nach der deutschen Rechtsordnung rechtlich ausreichend geschützt, was nach polnischem Recht nicht der Fall ist.

 

Schlüsselwörter: Verlöbnis, Deutschland, Polen

 

Summary: Both in the Polish, and German legal order getting engaged causes legal effects. This legal institution has been precisely statutorily regulated by the German legislator, whereas the Polish legislator has resigned de lege lata from regulating it. A reason of this resignation has been an ascertainment that prospective disputes between the engaged persons can be solved on the basis of the law of obligations. In this article this thesis has been negated and it has been demonstrated that the Polish law order does not ensure a sufficient legal protection with regard to the engaged persons. In case of an existence of the engagement, the legal effects within a perspective of the German law are, in contrast to the Polish legal order, without any doubts numerous, and in the different law branches. Furthermore, in case of breaking off the engagement the persons who have been engaged have a sufficient legal protection, what is not a rule in the Polish order.

 

Key words: engagement, Germany, Poland

 

 

Über die Autorin: mgr LL.M. Monika Pierzchlewicz ist Studentin der Rechtswissenschaften an der Europa-Universität Viadrina sowie Absolventin der Studiengänge ,,Magister des Rechts” und ,,Master of German and Polish Law”, die durch die Europa-Universität Viadrina gemeinsam mit der Fakultät für Recht und Verwaltung der Adam­-Mickiewicz-Universität zu Poznań (Polen) geführt werden. E-mail: euv38103@europa-uni.de.

 

  1. Paweł Kuczma

STATUS PRAWNY SĘDZIEGO TK

 

Streszczenie: Status prawny sędziego Trybunału Konstytucyjnego determinowany jest koniecznością zagwarantowania niezależności samemu Trybunałowi. W ustawie z 2015 r. o Trybunale Konstytucyjnym status sędziów TK został uregulowany bardziej szczegółowego, adekwatnie do pozycji Trybunału oraz zasad określonych w Konstytucji. W niniejszym artykule omówiono kwalifikacje potrzebne do zajmowania stanowiska sędziego Trybunału, sposób wyboru sędziego, prawa i obowiązki sędziego, w tym prawa, które wpływają na status materialny sędziego TK.

 

Słowa kluczowe: Konstytucja, Trybunał Konstytucyjny, sędzia, status prawny sędziego, wybór sędziego.

 

Summary: The legal status of the judge of the Constitutional Court is determined by the need to guarantee independence to the Courts itself. In the Constitutional Court Act of 2015, the status of judges of the Constitutional Court was regulated more specifically, in line with the Court’s position and the principles set out in the Constitution. This article discusses the qualifications needed to occupy the position of the judge of the Constitutional Court, the manner of the judge’s choice, the law and the duties of the judge, including the rights that affect the Constitutional Court’s judicial status.

 

Key words: Constitution, constitutional court, judge, legal status of the judge, election of a judge.

 

O autorze: Paweł Kuczma, Państwowa Wyższa Szkoła Zawodowa im. Angelusa Silesiusa w Wałbrzychu, Uczelnia Jana Wyżykowskiego w Polkowicach, E-Mail p.kuczma@wp.pl.

 

 

  1. Ewa Tuora-Schwierskott

Wolność sumienia i religii w miejscu pracy a odmowa wykonywania obowiązków pracowniczych. Glosa do wyroku Trybunału Konstytucyjnego K 12/14 z dnia 16 października 2015 w sprawie klauzuli sumienia

 

Streszczenie: Wolność sumienia i religii została zawarta w art. 53 Konstytucji RP. Do ograniczeń tej wolności należy także ochrona zdrowia i praw innych osób, w postaci godności ludzkiej. Sądy niemieckie i amerykańskie wypracowały jednolite orzecznictwo, gdzie personel medyczny ma prawo do odmowy wykonania określonych zadań medycznych ze względów sumienia i religii, lecz konieczne jest wykonanie tego zabiegu przez placówkę medyczną, ze względu na konieczność ochrony zdrowia i godności ludzkiej pacjenta.

Słowa kluczowe: Wolność sumienia i religii, ochrona zdrowia, zasada proporcjonalności

 

Summary: Freedom of conscience and religion is contained in Art. 53 of the Constitution of the Republic of Poland. The limitations of this freedom also include the protection of the health and rights of others in the form of human dignity. German and American courts have developed a uniform case law, where medical staff have the right to refuse certain medical duties for reasons of conscience and religion, but it is necessary for the medical institution to fillfull this treatment because of the need to protect the health and human dignity of the patient.

Keywords: Freedom of conscience and religion, health protection, proportionality

 

O autorze: Profesor nadzwyczajny w  Wyższej Szkole Prawa im. Heleny Chodkowskiej we Wrocławiu. Wiceprezes stowarzyszenia Deutsch-Polnische Juristen-Vereinigung. E-Mail: schwierskott@dpjv.de.